2025/005
- gentsalverius
- 20. Dez. 2025
- 5 Min. Lesezeit
Liebe Freunde,
Ich las neulich in Matze Hielschers Newsletter „High Five“ neben anderen Fragen, die helfen könnten, das Jahr zu reflektieren, diese:„Was hat dieses Jahr zu einem guten Jahr gemacht?“
Auf das musikalische Jahr bezogen, waren es sicherlich die vielen Menschen und Orte, die ich 2025 kennenlernte. Es war ein ereignisreiches Jahr voller neuer Eindrücke und Erfahrungen. So durfte ich auf Konzerten, Veranstaltungen wie Neujahrsempfang oder Geburtstag, auf Demonstrationen, bei Theaterbegleitungen und anderen Gelegenheiten meine Musik spielen.
Da gab es den Auftritt in Brüssel vor dem Gebäude des Europäischen Parlaments oder das Hauskonzert vor der Spüle und der Waschmaschine. Da gab es das liebenswerte, tolle Publikum z.B. in Velber und das besondere in Bonn. All diese Erlebnisse haben mich weiter gebracht, dieses Jahr zu einem guten Jahr geformt.
Zwischen den Konzerten gab es immerwieder Tage des Nachdenkens, des Innehaltens, sei es an der Ahr, am Rhein, im Harz, in den Vogesen.
Und es gab die Begegnungen mit Menschen, die mich so bereicherten. Manche traten aus der Vergangenheit wieder hervor, fanden leicht ihren Platz in meinem Leben. Da sind Schulzeit und Studium wie gestern erst vorbei. Wir schlossen einfach da an, wo wir jetzt stehen voller Zuneigung.
Es gab aber auch Menschen, die neu an meinem musikalischen Weg standen, ihn kreuzten. Im September besuchte ich Iris Romen bei einem Hauskonzert in Leer. Wenige Wochen vorher erlebten Jutta und ich sie bei einem Konzert des „Joni Mitchell Projekts“ mit ihren Kolleginnen Stefanie Hempel und Anne de Wolf. Bei diesem kleinen Hauskonzert war nun Zeit für einen sehr herzlichen Austausch über das Leben mit und von Musik, die Rituale vor einem Auftritt. Auch die Erfahrungen beim Schreiben neuer Stücke tauschten wir aus.
Über meinen Freund, den Lyriker Johann Voss, bekam ich Kontakt zur AWO Sachsen-Anhalt und so durfte ich die wichtige Aktion „100 Boote“ in Brüssel musikalisch begleiten. So viele engagierte junge Menschen zu erleben, hatte etwas Mitreißendes. Es war ein positives Zeichen in diesen dunklen Monaten.
Mit Sievert Ahrend, dem Multiinstrumentalisten aus Leer und meinem Freund Willem Nijenhuis spielte ich dieses Jahr wieder im Kulturspeicher in Leer. Später traf ich Willem noch einmal in der vollbesetzten Bibliothek des Conversationshauses auf Norderney. Dort spielten wir bei einer Veranstaltung zum internationalen Tag des Friedens zusammen mit weiteren tollen Norderneyer Musizierenden.
Eigentlich sind Bassisten bisher in meinem musikalischen Leben eher „Mangelware“ gewesen. Nun aber sind es gleich drei, die ich zu meinen Freunden zählen darf. Neben Willem sind dies Tillmann Kleemann-Anders und Ralf Gauck. Tillmann betreute den Sound sowohl beim Neujahrsempfang der Grünen in Varel als auch beim Konzert im Kulturspeicher Leer kompetent und entspannt. Zusammen mit seiner lieben Frau Brigitte lud er Jutta und mich diesen Spätsommer dann zu ihrer Zweithochzeit mit Gartenkonzert ein. So konnte ich dort musikalisch unsere Glückwünsche überreichen.
Vor ein paar Wochen lernte ich den fantastischen Bassisten Ralf Gauck näher kennen. Er war zusammen mit seiner Frau Manu aus der Heimat Worms nach Norden in Ostfriesland gezogen. Bei einem unserer Treffen nahmen wir einige Stücke auf. So entstand auch die Aufnahme „Der erste Schnee“.
Als der wenige Tage später fiel, ging es raus und es wurden die Aufnahmen für das Video dazu produziert. Und ich bin sehr gespannt , wie sich diese Freundschaft im kommenden Jahr weiterentwickeln wird.
Natürlich darf Mirja Deppe nicht fehlen in der Liste der besonderen Musik-Menschen 2025. Ich lernte Mirja bei einem kleinen Nachmittagskonzert in Herzberg am Harz kennen. Seitdem sind wir in regem Austausch und sie nutzt ihre vielfältigen Kontakte, um das eine oder andere Konzert „an Land zu ziehen“.
Dankeschön, dass es Euch alle gibt, dass ich Euch zuhören und auch mit Euch musizieren durfte. Ich freue mich auf das kommende Jahr und neue gemeinsame musikalische Begegnungen!
Um die Band war es dieses Jahr ruhiger.
Veranstaltungen lassen sich nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln.
Aber dann kam es doch, das CD-Release-Konzert. „Es ist nie zu spät“. Etwas verspätet, aber umso schöner. Hier ein Auszug aus dem Zeitungsartikel dazu:
„Endlich angekommen - Gent Salverius & Band präsentieren im Auricher Zwischenraum ihr neues Album
( … ) Seine Anfänge als Musiker reichen zurück bis in die 1970er Jahre, als er sich auf der Gitarre an Stücken von Bob Dylan sowie Crosby, Stills, Nash & Co. probierte. Im Song „Endlich“ erzählt er, wie er sich in seiner Jugend mit seiner Band im Übungsraum zwischen „Eierpappen an der Decke“ und „Dosenbier im Kühlschrank“ auf die Suche nach dem „wahren Sound“ machte. Daraus wurde zunächst nichts.
(...) Seine aktuelle Band mit Dirk Eisenburger (Keyboard), Hendrik Neumann (Percussion) und Bea Neumann (Gesang), Glockenspiel, Xaphoon) formierte sich um 2013.
Sein Faible für amerikanischen Folkrock ist in vielen Stücken spürbar. Während er früher vor allem Englisch sang, schreibt Salverius inzwischen lieber „in meiner Sprache, weil wir uns so am besten verstehen“ und knüpft damit an die Tradition der Liedermacher an.
Die Frage nach dem richtigen Weg durchzieht zahlreiche Songs. „Wo komm ich her? Was war mein Traum? Warum ist er nicht hier? Wann trennten wir uns auf dem Weg? Was war da passiert?“ fragt er in „Alice“ die Protagonistin, um schließlich selbst zu der Erkenntnis zu gelangen: „Oder ist er doch hier, tief im Gepäck versteckt, und ich habe nur Angst, dass ich ihn entdeckt?“
(...)
Warum sich manche Zeitgenossen aus Sicht von Salverius auf einem Irrweg befinden, beschreibt er eindringlich im Antikriegslied „Opa“. Darin lässt er die Geschichte der eigenen Familie Revue passieren.
(...) Am Ende erinnert sich der Liedermacher an seinen Opa, den er neben sich stehen sieht und sagen hört: „Du bist nicht allein. Ich bin an deiner Seite. Steh auf und sage: Nein!“
(…) Neben gesellschaftskritischen Inhalten bietet das Album persönliche Einblicke in gescheiterte wie geglückte Beziehungen. Dazu gehören das Frühwerk Marie-Anne, das ursprünglich einen englischen Text hatte, und die Ballade „Du bist dieses Lied“, in der Salverius seinem Gegenüber trotz wechselnder Tempi in Dur und Moll eine beständige Harmonie attestiert.
(…) „ Soweit Werner Jürgens (Ostfriesischer Kurier, 29.Oktober 2025, Seite 5)
Ja, und dies ist sie nun, dieses runde Ding „Es ist nie zu spät!“.
Nochmal herzlichen Dank an Andree Klose vom Tonstudio Hörwerk und Patrick Kroehn von der ZIS Media GmbH.
Diese 12 Stücke haben ihren Weg auf die Scheibe gefunden:
ALICE - ES IST NIE ZU SPÄT - DEM SOMMER ENTGEGEN - DU BIS WIE EIN LIED – DONNA - JEDEN MORGEN – FACEBOOK – MANCHMAL - EIN LIED – MATHILDA – MARIE-ANNE - NORMALER TAG
Die Band und ich sind sehr stolz auf das Album.
Vielleicht seid Ihr ja neugierig geworden.
Ihr könnt „Es ist nie zu spät“ für 15,-€ gerne auf einem der kommenden Konzerte erwerben.
Oder aber Ihr bestellt die CD über meine Homepage www.gentsalverius.com .
Wir sind gespannt auf Eure Reaktionen.
Wie geht es 2026 weiter?
Einiges ist in der Vorbereitung, aber es ist noch Platz für weitere Konzerte, ob nun solo oder mit Band.
Falls also ein Wohnzimmerkonzert oder Gartenkonzert oder anderes überlegt wird, so könnt ihr mich gerne ansprechen!
Bisher stehen diese Konzerte...
25.04.26 Norderstedt, Kulturtreff, "Wege" - Konzert, solo
08.05.26 Pattensen, Kulturverein, "Wege" - Konzert, solo
09.05.26 Brilon, Hauskonzert, solo
10.05.26 Northeim, Corviniuskirche, "Wege" - Konzert, solo
29.05.26 Varel, Tabula Magica, Gent Salverius und Band, "Wege" - Konzert
30.05.26 Heilbad Heiligenstadt, Kulturnacht, "Wege" - Konzert, solo
28.06.26 Landesgartenschau Thüringen in Leinefelde-Worbis, "Wege" - Konzert, solo
09.09.26 Gleichen, Historische Spinnerei, "Wege" – Konzert, solo
11.09.26 Landesgartenschau Thüringen in Leinefelde-Worbis, "Wege" - Konzert, solo
19.09.26 Manderscheid, Kulturclub, "Wege" - Konzert, solo
Ich freue mich auf Euch und auf 2026!
Tel. 01624558108
Bis dahin
wünsche ich Euch
eine friedvolle Zeit
Liebe Grüße!

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